Übersicht über

Membranverfahren

Das Verfahren der Elektrodialyse wird prinzipiell immer dort angewendet, wo Lösungen, die gelöste elektrisch geladene Teilchen enthalten, verdünnt oder konzentriert werden sollen. Auch die Elektrolytabtrennung von Lösungen, die elektrisch neutrale Moleküle wie Proteine, Zucker usw. enthalten, ist möglich. Die treibende Kraft des Verfahrens ist das elektrische Potential.

Die aufzubereitenden Lösungen werden durch den Membranstapel gepumpt und an den Elektroden wird eine Gleichspannung angelegt. Die positiven Salzionen (Kationen) wandern im elektrischen Feld zur Kathode, die negativen Ionen (Anionen) zur Anode.

Ein Elektrodialyse-Membranstapel besteht aus einer Reihe von Zellen, die durch alternierend angeordnete Anionen- und Kationenaustauschermembranen voneinander getrennt sind. Diese Anordnung wird durch Anode und Kathode ergänzt und in einer filterpressenähnlichen Spannvorrichtung zusammengehalten.

ed schema

Während die positiven Ionen leicht die Kationenaustauschermembran passieren, werden sie an der folgenden Anionenaustauschermembran zurückgehalten. Umgekehrt können die negativen Ionen die Anionenaustauschermembran durchdringen und werden von der Kationenaustauschermembran abgestoßen. Infolgedessen entsteht in jeder zweiten Zelle eine Ionenkonzentrierung (Konzentrat), während aus den jeweiligen Nachbarzellen die Ionen entfernt werden (Diluat).
Durch entsprechend angeordnete Zu- und Abflüsse in den Zellrahmen wird das Konzentrat und Diluat durch die betreffenden Zellen im Membranstapel gepumpt.

ed rack peripherie

OSMO plant und baut Elektrodialyseanlagen jeder Größenordnung und für jeden Anwendungsfall, speziell auf die Anforderungen des Kunden zugeschnitten. Der Aufbau dieser Anlagen erfolgt nach dem Baukastenprinzip. Serienschaltung von Stapeln bedeutet höheren Entsalzungsgrad, während durch Parallelschaltung eine Kapazitätserweiterung erreicht wird.

Anwendungsgebiete der Elektrodialyse

  • Säurerückgewinnung
  • Hohe Aufkonzentrierung von Salzlösungen

Wasseraufbereitung

  • Entsalzung von Brackwasser
  • Nitratentfernung aus Trinkwasser
  • Senkung der Betriebskosten von Ionenaustauscheranlagen durch vorherige Entsalzung mit
  • Elektrodialyse
  • Aufbereitung von Umkehrosmosekonzentrat zur Erhöhung der Produktausbeute auf über 95 %
  • Meerwasserkonzentrierung zur Kochsalzgewinnung

Oberflächentechnik

  • Wertstoffrückgewinnung aus galvanischen Spülwässern (Cu, Ni, Zn, Cd usw.)
  • Rückgewinnung von Härtesalzen aus Spülwässern in Härtereien (NaNO3, KNO3 und NaNO2)
  • Rückgewinnung von Säuren aus Spülwässern der Batterie- und Akkumulatorenfertigung

Abwasseraufbereitung

Durch Kombination mit anderen Verfahren wie z. B. Verdampfern und Kristallisatoren ist eine rückstandsarme Entsorgung von hochversalzten Abwasserströmen möglich (z. B. REA-Abwässern)